SFB 1208 „Identität und Dynamik von Membransystemen – von Molekülen bis zu zellulären Funktionen“

Biologische Membranen erhalten einen Nicht-Gleichgewichtszustand zwischen dem Inneren und Äußeren einer Zelle oder eines subzellulären Kompartiments und zwischen den Zellen multizellulärer Organismen. Eine Voraussetzung für Leben ist es daher auch, dass Membranen nicht statische Entitäten, sondern vielmehr sich ständig ändernde Grenzen darstellen, die auf externe und interne Reize antworten. Was bestimmt die Identität von Membranen und wie kontrollieren sie ihre dynamischen Prozesse in Raum und Zeit? Welche Rolle spielen hier ihre Bestandteile, besonders ihre Membranproteine und Membranproteinkomplexe? Dies sind die fundamentalen Fragen, die in diesem SFB adressiert werden sollen. Als Modellsysteme sind daher unterschiedliche ein- und multizelluläre Organismen ausgewählt worden, um die Identität und Dynamik ihrer Membransysteme zu analysieren. Diese Untersuchungen basieren auf einem zweifachen Ansatz, der zum einen vom individuellen Membranprotein bzw. seinem Komplex zum anderen aber auch vom gesamten Membransystem ausgeht. Dazu vereint der SFB ein einzigartiges Methodenspektrum, das strukturelle, biochemische und zelluläre Techniken kombiniert, um die molekularen und zellulären Prozesse auf den relevanten Zeitskalen (Nanosekunden bis zu Tagen) aufzuklären. Dieser multidisziplinäre Ansatz, der intensive methodische und konzeptionelle Zusammenarbeiten beinhaltet, dient dem Ziel, das multidimensionale Zusammenspiel der einzelnen Komponenten unterschiedlicher Membransysteme und der Membran als Einheit zu bestimmen. So soll die Grundlage einer Vielzahl essentieller biologischer Prozesse im Detail besser verstanden werden.

SFB 1208

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenDepartment Biologie